

1. Nur mit PU-Schaum eingeschäumt
Beim Einbau von Fenstern müssen laut Ö-Norm B 5320 folgende Punkte erreicht werden:- Außen muss die Montage Wind- und Schlagregendichtigkeit gewährleisten, damit weder Feuchtigkeit noch Luft in die Baufuge (zwischen Fensterstock und Mauerwerk) einströmen bzw. aus dieser entweichen kann.
- Innen muss die Abdichtung dichter sein als außen, um ein so genanntes Dampfdruckgefälle zu erreichen. Somit wird ermöglicht, dass der Wasserdampf, welcher immer im Mauerwerk vorhanden ist, nach außen ausdiffundieren kann. Wenn dies nicht ermöglicht wird, kann sich die Feuchtigkeit im Mauerwerk sammeln und zur Bildung von gesundheitsschädlichem Schimmelpilz führen. Zudem wird die Wärmedämmung gemindert.
PU-Schaum alleine reicht nicht aus, um die geforderte Wind- und Schlagregendichtigkeit zu gewährleisten. PU-Schaum ist porös, offenporig, nicht UV-beständig und nur als Wärmedämmung einsetzbar. Das Dampfdruckgefälle wird durch die alleinige Verwendung von PU-Schaum nicht erreicht, da dieser aus homogenen Material und daher innen nicht dichter als außen ist.
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2. Abdichtung unzureichend verarbeitet
Beim Einbau von Abdichtungen, die der Ö-Norm B 5230 bzw. den Empfehlungen des RAL-Leitfadens entsprechen, können unter anderem folgende Fehler auftreten:- Die Abdichtfolie ist nicht bzw. unzureichend verklebt. Dies kann eintreten, wenn nicht gewissenhaft gearbeitet oder auch, wenn zu wenig Klebepaste aufgetragen wurde. Entsprechend der Ö-Norm B 5230 muss 75% der Fläche des Abdichtbandes mit Klebepaste verklebt sein. Dies kann folgendermaßen überprüft werden:
* Quillt Klebepaste von der Abdichtfolie hervor?
* Sofern die Klebepaste durch das Abdichtband sichtbar ist, kann man beurteilen ob ca. 75% der Fläche verklebt sind.
* Durch den Versuch das verklebte Abdichtband, nach entsprechender Aushärtungszeit, abzuziehen.
- Bei vorkomprimierten Dichtbändern kann es, vor allem bei unebenem Mauerwerk dazu kommen, dass das Abdichtband die Fuge nicht umlaufend zur Gänze ausfüllt. Kältebrücken können dadurch entstehen. Unbedingt, nach dem Einbau, umlaufend kontrollieren. Die Abmaße des vorkomprimierten Dichtbandes nach der breitesten Stelle der Fuge bemessen!
- In den Ecken kommt es, durch die notwendige Schleifenbindung des Bandes, in einigen Fällen zur Bildung kleiner Löcher. Durch diese können Luft und Feuchtigkeit in die Bauanschlussfuge eindringen. Diese sind gegebenenfalls mit Dichtstoff (Terostat TS 139) zu schließen.
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3. Mauerwerk rund um die Bauanschlussfuge nicht eben genug
Bei unebenem Mauerwerk (Hohlziegel, Renovierungen, etc.) kann es dazu kommen, dass die eingesetzte Abdichtung nicht genügend abdichtet oder verklebt wurde und dadurch Kältebrücken entstehen.Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, einen Glattstrich vor dem Fenstereinbau machen zu lassen, damit die Fenstermonteure ebene Flächen zum Abdichten der Bauanschlussfuge vorfinden. Ein kleiner Aufwand im Vorfeld, der dafür die Dichtheit der Fenstermontage über die gesamte Lebensdauer ermöglicht, Ärger vorbeugt und Geld zu sparen hilft!
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4. Nicht ausreichend gedämmter Hohlraum zwischen Fensterstock und Mauerwerk
Auch beim Arbeiten mit Abdichtbändern, sollte großer Wert auf die Dämmung durch PU-Schaum gelegt werden. Beim Einbringen des PU-Schaums kommt es in Einzelfällen vor, dass der Raum zwischen Fensterstock und Mauerwerk nicht vollständig ausgefüllt wird und Kältebrücken entstehen.Auch die Qualität des Schaums ist entscheidend. Bei minderer Qualität kann es bei zur Blasenbildung innerhalb des Schaums kommen, was die Dämmwirkung enorm verringert. Man sollte beim Schaum nicht „am falschen Platz sparen“. Diese Investition hält sich im Rahmen, und macht sich auf lange Sicht bezahlt.
Richtig abgedichtete Bauanschlussfugen helfen Ihnen über Jahre hinweg viel Geld zu sparen!
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Diese ÖNORM ist für die Planung und Ausführung der Bauanschlussfuge (Fuge zwischen Fenster und Mauerwerk) in klimatisierten Gebäuden, die in direktem Kontakt mit dem Außenklima stehen, anzuwenden. Die aktuelle Ausgabe vom 01.09.2006 gilt für die Festlegung der Materialien für die Abdichtung der Bauanschlussfuge (z.B. Dichtbänder, Dichtfolien und Dichtstoffe).
Laut ÖNORM B 5320 ist eine normgerechte Abdichtung der Bauanschlussfuge (Fuge zwischen Fenster und Mauerwerk) mit Dichtfolien (z.B. die überpatzbaren Folien von WINTeQ) , vorkomprimierten Dichtbändern (z.B. Terocomp ecoMAX), und spritzbaren Dichtstoffen (z.B. Terostat 139) möglich.
Ein Glattstrich gleicht die Unebenheiten im Mauerwerk aus. Er gewährleistet die Dichtheit zwischen Abdichtfolie und Mauerwerk. Bei Hochlochziegeln ist es wichtig die Löcher der Ziegel zu verschließen, um Luftströme zu verhindern, die Bauschäden hervorrufen und die Wärmedämmwirkung reduzieren.
Die Abdichtung reduziert den Energieverbrauch, weil es keine Konvektion gibt. Weiters verhindert die Abdichtung der Bauanschlussfuge, dass Bauschäden wie z.B. Schimmel entstehen. Die Behaglichkeit in den Räumen wird erhöht, weil es im Fensterbereich keine Zugluft mehr gibt.
Die durchschnittlichen Kosten für einen Laufmeter Abdichtung betragen ca. € 24. Dieser Preis beinhaltet die die Kosten für das Material, die Arbeitszeit und die Mehrwertsteuer. Die reinen Materialkosten belaufen sich auf ca. € 25 je Fenster. Diese setzen sich zusammen aus diffusionsoffener Folie Terofol Ü sd 1 SK, dampfdichter Folie Terofol Ü sd 50 SK, Wärme- und Schalldämmschaum Terostat 537 und Acryl-Dicht- und Klebstoff.
Die Abdichtung der Fensteranschlussfuge muss an der Außenseite wind- und schlagregendicht sein. An der Innenseite ist es erforderlich, dass die Abdichtung luftdicht ist. Dies ermöglicht erst eine luftdichte Gebäudehülle, welche laut OIB Richtlinie 6 erforderlich ist. Unabhängig vom Dichtungsmaterial ist aus bauphysikalischer Sicht ein Dampfdruckgefälle erforderlich. Es gilt hier der bauphysikalische Grundsatz "innen dichter als außen". Bauanschlussfugen sind als Wärmebrücken zu sehen. Um die Schall- und Wärmedämmung zu gewährleisten, sind die Hohlräume zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk mit Schaum auszufüllen.
Anputzleisten werden zur Herstellung einer optisch sauberen Putzkante verwendet. Eine dauerhaft funktionierende Abdichtung der Bauanschlussfuge ist mit diesen Leisten nicht möglich. Weder Anputzleisten noch Dichtleisten werden in der ÖNORM B 5320 erwähnt.
Eine normgerechte Fenstermontage muss umlaufend, d.h. an allen 4 Seiten ist eine Abdichtung erforderlich, erfolgen. In der Praxis wird an der Fensterunterseite häufig keine Abdichtung gemacht, weil die Fensterbretter dicht machen. Genau dort entseht dann ein Luftzug und warme, feuchte Luft gelangt in die Konstruktion. Bauschäden sind dann vorprogrammiert.
Nein es ist nicht ausreichend. Auch eine volle Ausschäumung mit Weichzellschaum reicht nicht aus um die Anforderungen zu erfüllen. Der Schaum dient als Wärme- und Schalldämmung. Die Dämmung übernimmt nicht die Funktion der Luft- und Schlagregendichtheit.